Rund vier von fünf pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt – meist von Angehörigen, oft zusammen mit einem ambulanten Pflegedienst. Wer diese Aufgabe übernimmt, steht zunächst vor einer praktischen Frage: Was brauche ich eigentlich? Diese Checkliste für die Pflege zu Hause ordnet die Grundausstattung nach Bereichen, erklärt, worauf es bei der Auswahl ankommt, und zeigt, welche Hilfsmittel die Pflege- oder Krankenkasse übernimmt.

1. Hygiene und Schutz

2. Inkontinenz und Bettschutz

3. Lagerung, Mobilität und Dekubitusschutz

4. Messen, Medikamente und Erste Hilfe

5. Alltagshilfen

Was die Kassen übernehmen

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (§ 40 SGB XI)

Pflegebedürftige mit anerkanntem Pflegegrad, die zu Hause gepflegt werden, haben Anspruch auf einen monatlichen Pauschalbetrag für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel: Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen, Händedesinfektion, Flächendesinfektion, Mundschutz, Schutzschürzen und Fingerlinge. Der Antrag läuft über die Pflegekasse oder einen Anbieter, der die Produkte monatlich als „Pflegebox“ liefert. Den aktuellen Höchstbetrag nennt Ihre Pflegekasse.

Hilfsmittel auf Verordnung

Pflegebett, Rollator, Toilettenstuhl, Antidekubitus-Matratzen, aufsaugende Inkontinenzhilfsmittel, Blutzuckermessgeräte und Ähnliches werden ärztlich verordnet und von der Krankenkasse übernommen, meist als Leihgabe oder Grundversorgung mit möglicher Aufzahlung. Ihr Sanitätshaus kümmert sich um Antrag und Lieferung.

Weitere Leistungen

Organisation im Pflegealltag

Wo Sie die Ausstattung bekommen

Verbrauchsmaterial und Alltagshilfen erhalten Sie in Apotheke, Sanitätshaus und Online-Handel; verordnete Hilfsmittel über das Sanitätshaus. Sanicura bündelt Hygiene- und Pflegebedarf, Bettschutz, Inkontinenzversorgung, Alltagshelfer und Messgeräte in einem Sortiment: Angehörige bestellen im Online-Shop, Pflegedienste und Sanitätshäuser über den Großhandelskatalog.